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Ringvorlesung - Gemeinwohlorientiertes Wirtschaften

Das Seminar für Genossenschaftswesen der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln lädt herzlich zur Ringvorlesungsreihe „Gemeinwohlorientiertes Wirtschaften“ ein. In Kooperation mit dem Zentrum für nachhaltige Wirtschafts- und Unternehmenspolitik der Hochschule Darmstadt behandelt die Reihe zentrale Fragen zu Infrastruktur, Regionalentwicklung und Daseinsvorsorge. Im Mittelpunkt stehen innovative Geschäftsmodelle, die Gemeinwohl, Nachhaltigkeit und Resilienz miteinander verbinden.

Die Ringvorlesung findet vom 5. November 2025 bis zum 14. Januar 2026 jeweils mittwochs von 19:30–21:00 Uhr im Hörsaal XXIV (René König) statt. Eingeladen sind alle Angehörigen der Universität zu Köln sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Mit dieser Veranstaltung möchten wir zugleich einen ersten Ausblick auf das 125-jährige Jubiläum der WiSo-Fakultät im Jahr 2026 geben. Die Ringvorlesung steht damit stellvertretend für zahlreiche weitere Aktivitäten und Veranstaltungen, die wir im Jubiläumsjahr gemeinsam mit Ihnen feiern werden.

Die Ringvorlesung wird gefördert durch die Stiftung Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Köln.

Filmabend mit Regisseur Hubert Neufeld

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    Filmemacher und Kameramann Hubert Neufeld & Doktorandin Julia Beideck M.Sc. vom Seminar für Genossenschaftswesen
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    (v. links) Dr. Thimm, Dr. Blome-Drees, Julia Beideck M.Sc, Prof. (em.) Schulz-Nieswandt, Hubert Neufeld, Ines Pandza B.Sc. & Dr. Moldenhauer

Am 03.12.2025 zeigte das Seminar für Genossenschaftswesen im Rahmen der Ringvorlesung „Gemeinwohlorientiertes Wirtschaften“ den Dokumentarfilm „Fanni – Oder: Wie rettet man ein Wirtshaus?“. 

Über drei Jahre hat Filmemacher und Kameramann Hubert Neufeld in seinem Heimatdorf Pischelsdorf in Oberbayern die Wiederbelebung einer 40 Jahre lang leerstehenden Gaststätte als Genossenschaft begleitet. Der Film ist das eindrucksvolle Porträt einer Dorfgemeinschaft, die durch gemeinschaftliches Engagement ein leerstehendes Wirtshaus wieder zum sozialen Mittelpunkt des Ortes macht.

Im anschließenden Gespräch mit Regisseur Hubert Neufeld diskutierten Studierende und Gäste über die Stärke gemeinschaftsgetragener Initiativen, Selbstorganisation und Gaststätten als soziale Treffpunkte im ländlichen Raum. Das Publikum zeigte sich besonders von der praktischen Relevanz genossenschaftlicher Modelle beeindruckt.

Wir danken Hubert Neufeld und allen Teilnehmenden für einen inspirierenden Abend!

Genossenschaftliche Gaststätten am Tag des Ehrenamtes 2025 in Hennef

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    (v. links): Joschka Moldenhauer, Karl Heinz Andree, Judith Norden, Mathias Welteroth, Mario Dahm und Ehrenamtskoordinator Patrick Huhn
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    Diskussionsrunde zu Beginn der Veranstaltung

Gaststätten sind unverzichtbar für den sozialen Zusammenhalt. Sie schaffen Räume, in denen Menschen sich begegnen, austauschen und gemeinsam aktiv werden können. Auch für das Ehrenamt sind solche Orte essenziell. Genossenschaften können eine Lösung zur Rettung der Dorfkneipe sein. In Kooperation mit dem Kur-Theater Hennef hat der Ehrenamtskoordinator der Stadt Hennef, Patrick Huhn, am 26.11.2025 einen Abend für Hennefer Engagierte und Ehrenamtliche veranstaltet, der sich diesem Thema widmete. Rund 80 Interessierte waren gekommen und erlebten einen anregenden Abend mit Diskussion und Film. Nach einer Einführung durch Bürgermeister Mario Dahm, der die Bedeutung des Ehrenamtes hervorhob und allen ehrenamtlich Aktiven für ihr Engagement dankte, diskutierten Karl Heinz Andree und Mathias Welteroth (Vorsitzende des Vorstandes der Gaststätte Siegtaler Hof eG) sowie Joschka Moldenhauer vom Seminar für Genossenschaftswesen über die Herausforderungen und Vorteile von genossenschaftlich organisierten Dorfgaststätten. Moderiert wurde die Diskussion von Judith Norden, die in der Genossenschaft Dorfzentrum Leuscheider Land e.G., eigene Erfahrungen sammeln konnte. Nach einer Pause, die Gelegenheit für anregende Gespräche bot, wurde der Dokumentarfilm „Fanni oder: Wie rettet man ein Wirtshaus?“ gezeigt. Dieser Film wurde ebenfalls am 03.12. im Rahmen unserer Ringvorlesung gezeigt.

Die Veranstaltung war Teil des 16. Europäischen Filmfestivals der Generationen. Das Festival präsentiert aktuelle deutsche und internationale Spiel- und Dokumentarfilme über das Alter, das Älterwerden und den demografischen Wandel.

Teilnahme an der 10th EMES International Research Network Conference

Wir freuen uns, über unsere Beiträge zur 10th EMES International Research Network Conference zu berichten. Die Konferenz fand vom 3. bis 7. November 2025 in Utrecht und Rotterdam statt.

Präsentation zu Traumschüff eG

Julia Beideck stellte erste Ergebnisse einer Fallstudie zur gemeinnützigen Theatergenossenschaft Traumschüff eG vor. Mit ihrem „Theater im Fluss“ betreibt die Genossenschaft ein schwimmendes Wandertheater, das künstlerische Veranstaltungen und kulturelle Bildungsangebote in ländliche Regionen Brandenburgs, Sachsen-Anhalts und Mecklenburg-Vorpommerns bringt.
Die präsentierten Erkenntnisse zeigen, wie eine Kulturgenossenschaft regionale Teilhabe stärkt und innovative Wege findet, Kultur dorthin zu bringen, wo der Zugang oft begrenzt ist.

Projekt ASSETS: Social Enterprises as Catalysts for Rural Transformation

Ein weiteres Highlight der Konferenz war das Panel „Social Enterprises as Catalysts of Innovation and Care in Rural Networks“, geleitet von Joschka Moldenhauer und Simon Micken.

Im Austausch mit Forschenden aus Griechenland, Spanien, Deutschland und Dänemark wurde diskutiert, wie Sozialunternehmen in ländlichen Regionen als Vermittler, Netzwerk-Knotenpunkte und Innovationsmotoren wirken. Die Fallstudien zeigten eindrücklich, wie lokal verankerte Initiativen

  • Inklusion fördern,
  • Sorge-Infrastrukturen aufbauen,
  • Arbeitsplätze schaffen und
  • eine nachhaltige regionale Entwicklung unterstützen.

Im Rahmen des Panels präsentierten Joschka Moldenhauer und Simon Micken Ergebnisse ihrer Fallstudie: „Strengthening Community Care in Rural Areas: The Role of the Social Network Lausitz“.

75-jähriges Jubiläum der Zeitschrift für das gesamte Genossenschaftswesen

Am 8. Oktober 2025 feierte die Zeitschrift für das gesamte Genossenschaftswesen (ZfgG) im Rahmen eines Symposiums ihr 75-jähriges Jubiläum. Die Veranstaltung fand im Hause der DZ Bank AG in Frankfurt statt und brachte führende Vertreter*innen aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um aktuelle Entwicklungen des Genossenschaftsrechts und der Genossenschaftsforschung zu diskutieren. Das Seminar für Genossenschaftswesen der Universität zu Köln war mit Dr. Johannes Blome-Drees – einem der Herausgeber der ZfgG –, Julia Beideck und Ines Pandža vertreten. Das Jubiläumssymposium würdigte den langjährigen Beitrag der ZfgG als interdisziplinär ausgerichtete, führende genossenschaftswissenschaftliche Fachzeitschrift im deutschsprachigen Raum mit internationaler Verbreitung.

Eine Dokumentation des Symposiums finden Sie hier.

Genossenschaftliche Gaststätten - Schwerpunkt CONTRASTE

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Illustration: Bertil Brahm

In der aktuellen Ausgabe der CONTRASTE – Zeitschrift für Selbstorganisation widmet sich der Schwerpunkt dem Thema genossenschaftliche Gaststätten. Beleuchtet wird, wie Bürger*innen mit Hilfe der Rechtsform der Genossenschaft bedrohte Gaststätten gemeinschaftlich retten und weiterentwickeln – als Orte der Begegnung, Kultur und sozialen Teilhabe. Den Schwerpunkt organisierte Joschka Moldenhauer in Zusammenarbeit mit Burghard Flieger.

Die Ausgabe der CONTRASTE findet sich hier.

Abschlussbericht des Forschungsprojektes „Geschäftsmodellinnovationen in gewerblichen Genossenschaften“

Im Mai 2025 wurde der finale Abschlussbericht des Forschungsprojektes „Geschäftsmodellinnovationen in gewerblichen Genossenschaften“ offiziell in den Räumen des Genoverband e.V. in Düsseldorf übergeben. Peter Götz, Vorstand des Genoverband e.V., nahm den Bericht entgegen und dankte den Mitwirkenden für ihren Einsatz. Als anwendungsorientiertes Forschungsprojekt verfolgte das Projektteam um Dr. Johannes Blome-Drees, Dr. Philipp Thimm und Bruno F. J. Simmler dabei das Ziel, gewerbliche Genossenschaften bei der Umsetzung von Geschäftsmodellinnovationen zu unterstützen. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Genoverband e.V. durchgeführt.

Projektstart INSOLA – Integrierte Sozialraumbildung und nachhaltige Sozialraumentwicklung in der Lausitz

Das Projektteam: Dr. Philipp Thimm (SNL), Manuela Thomas (SNL), Prof. (em.) Dr. Frank Schulz-Nieswandt (UzK), Julia Beideck (UzK), Dr. Joschka Moldenhauer (UzK) und Dr. Simon Micken (UzK). Nicht auf dem Foto: Dr. Johannes Blome-Drees (UzK).

Zum 1. August 2025 startet das Verbundprojekt INSOLA – ein zukunftsweisender Beitrag zur sozialinvestiven Regionalentwicklung in der Lausitz, mit Fokus auf den Landkreis Görlitz.

Gemeinsam mit der Soziales Netzwerk Lausitz gGmbH entwickeln wir im Rahmen einer partizipativen, transdisziplinären Sozialraumanalyse neue Wege für eine nachhaltige und resiliente Gestaltung des Sozialraums. Ziel ist es, soziale Infrastrukturen bedarfsorientiert weiterzuentwickeln, die regionale Zusammenarbeit zu stärken und langfristig tragfähige Strukturen zivilgesellschaftlicher Mitgestaltung zu etablieren.

INSOLA will lokale Akteur*innen befähigen, soziale Innovationen wirksam zu vernetzen – als gemeinschaftlich gestalteten Wandel, der über das Projekt hinaus wirkt.

Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des Programms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Rahmfahrt (BMFTR).

Wir freuen uns auf drei Jahre intensiver Zusammenarbeit, Lernprozesse und gemeinsamer Entwicklung im Sinne eines guten Lebens für alle Generationen in der Region.

Genossenschaften: Nachhaltig, erfolgreich, krisenresilient - Dr. Blome-Drees im Interview

Sie sind nachhaltig, erfolgreich und krisenresilient. Und sie sind beliebter denn je, obwohl viele Menschen gar nicht so genau wissen, was eine Genossenschaft eigentlich ist. Dr. Johannes Blome-Drees fordert daher: Genossenschaften gehören auf den Lehrplan! Ein Gespräch über große gesellschaftliche Fragen.

Das Interview vom 30. Juni 2025 für die REWE Group ist hier nachzulesen.

Genossenschaftsforschung international: Konferenzbeiträge bei ICA, EURAM und EGOS

Im Juni und Juli 2025 nahm Julia Beideck an drei renommierten internationalen Fachkonferenzen teil. Die ICA CCR Europe Research Conference 2025, eine Konferenz der International Cooperative Alliance, fand dieses Jahr in Helsinki statt. Zur EURAM, der alljährlichen Konferenz der European Academy of Management, traf man sich dieses Jahr in Florenz. Nach Athen hat die European Group for Organizational Studies als Ausrichterin des 41st EGOS Colloquium eingeladen. Auf den Konferenzen präsentierte Julia Beideck jeweils empirische Forschungsergebnisse zu Kulturgenossenschaften und tauschte sich mit Wissenschaftler:innen aus aller Welt aus. Dieser internationale und interdisziplinäre Austausch bot wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Promotion.

Genossenschaftsgründungen erlernen: nachhaltige innovative Geschäftsmodelle in verschiedenen Handlungsfeldern

Am 7. Juli 2025 fand die letzte Sitzung der vom Seminar für Genossenschaftswesen gemeinsam mit der VWA Köln organisierten Ringvorlesung „Genossenschaftsgründungen erlernen“ in der Trinkgenossin in Köln Ehrenfeld statt. Vertreter:innen von vier genossenschaftlichen Neugründungen aus dem Kölner Raum stellten sich vor und berichteten von ihren Erfahrungen im Gründungsprozess: 

  • Die im Juli 2019 in Köln gegründete Trink-Genosse eG betreibt seit 2020 die Bar Trink-Genossin auf der Subbelrather Straße in Köln Ehrenfeld.
  • Die krakelee eG wurde im Juni 2022 mit dem Ziel einen genossenschaftlichen Techno Club in Köln aufzubauen gegründet. Derzeit befinden sie sich auf der Suche nach einer geeigneten Location.
  • Die 2022 gegründete köllektiv eG betreibt seit Oktober 2024 einen genossenschaftlichen Supermarkt auf der Bonner Straße in der Kölner Südstadt.
  • Die im letzten Jahr gegründete landwirtschaftliche Produktivgenossenschaft Humuswerkstatt eG mit Sitz in Wermelskirchen setzt sich für eine ökologische, regenerative, nachhaltige und solidarische Produktion ein. Sie beliefern bereits jetzt zahlreiche Haushalte in Köln und Umgebung erfolgreich mit frischen Gemüsekisten. 

Die regen Diskussionen wurden auch nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung bei Kaltgetränken und Imbiss fortgeführt. Wir bedanken uns bei den Referent:innen, Besucher:innen und dem Team der Trink-Genossin für einen wunderbaren Abend!

Dissertation von Simon Micken erschienen

Nach erfolgreicher Disputation im November 2024, ist die Dissertation von Simon Micken nun als Band 12 der Schriftenreihe Gemeinwirtschaft und Gemeinwohl bei Nomos erschienen. Wir gratulieren zur erfolgreichen Promotion und Veröffentlichung!

Das Unternehmen als kulturelles Feld
Theoretische und methodologische Reflexionen ab Beispiel der Fusion einer deutschen Genossenschaftsbank 
Nomos
ISBN: 978-3-7560-2467-4 | 434 Seiten 

Forschungsarbeit zur Theatergenossenschaft Traumschüff eG als PhD Impact-Projekt 2025 ausgezeichnet

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Foto: Thomas Ahrens

Wie lässt sich kulturelle Infrastruktur im ländlichen Raum aufbauen, langfristig erhalten und weiterentwickeln? Dieser Frage widmet sich die Forschungsarbeit von Julia Beideck und Ludger Voigt, Doktorand an der TU Braunschweig. Ziel der Arbeit ist es, anhand des Falls der Theatergenossenschaft Traumschüff eG aufzuzeigen, wie kulturelle Dienstleistungen in ländlichen Gebieten erbracht werden und zugleich kulturelle Teilhabe ermöglicht wird. 

Die Auszeichnung als eines von drei PhD Impact-Projekten 2025 an der TU Braunschweig würdigt insbesondere die Verknüpfung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesellschaftlichem Impact auf ländliche Regionen.

Broschüre „Dachstrukturen für gemeinschaftliche Wohnprojekte, sorgende Gemeinschaften und soziale Träger" erschienen

Das FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung und der Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V. (BzFdG) haben mit einer Online-Veranstaltung am 24.06.2025 die gemeinsame Publikation „Dachstrukturen für gemeinschaftliche Wohnprojekte, sorgende Gemeinschaften und soziale Träger“ vorgestellt. Die Veranstaltung gab eine kurze Einführung in das Thema „Genossenschaftliche Verbundstrukturen“ und es bestand die Möglichkeit, sich in sieben Breakout-Räumen zu einzelnen Themen zu informieren und mit den Autor*innen ins Gespräch zu kommen, so auch mit Joschka Moldenhauer zum Thema „Caring-Communities und die Idee der Sekundär-Genossenschaft”.

Die Broschüre finden Sie hier.

"Was haben soziale Innovation, kollektives Eigentum und jahrtausendealte Organisationsprinzipien miteinander zu tun? In dieser Folge von Inside Impact sprechen wir mit Richard Lang (Freie Universität Bozen) und Philipp Thimm (Universität zu Köln) über die Rolle von Genossenschaften zwischen Tradition und Erneuerung. Wir fragen nach ihrem Wesenskern, aktuellen Entwicklungen und den Vorteilen, aber auch Herausforderungen genossenschaftlichen Engagements für die Mitglieder – und werfen einen Blick auf das Internationale Jahr der Genossenschaften 2025." - Inside Impact

Wir machen Wirkung sichtbar!

Das ASSETS-Projekt untersucht die realen Auswirkungen von Organisationen der Social Economy in sechs europäischen Regionen. Für Deutschland wurde die Soziales Netzwerk Lausitz gGmbH (SNL) ausgewählt – mit einem besonderen Fokus auf den Programmbereich Selbsthilfe: Selbsthilfegruppen, Nachbarschaftshilfe, psychosoziale Beratung und digitale Zugänge zur Selbsthilfe

Kurz gesagt: Hilfe zur Selbsthilfe im ländlichen Raum.

In den letzten Tagen waren Simon Micken und Joschka Moldenhauer in Weißwasser vor Ort. Sie haben mit Teammitgliedern gesprochen, Interviews geführt, Netzwerke analysiert und Wirkungsketten nachvollzogen

Dies entspricht dem Kernziel von ASSETS, den Beitrag von Organisationen der Sozialwirtschaft sichtbar, messbar und skalierbar zu machen. Der Ansatz des SNL spiegelt eine breitere Wahrheit in der Social Economy wider:

✔️ Innovative Ideen sind wichtig
✔️ Langfristige Wirkung erfordert Umsetzung über den Projektzyklus hinaus
✔️ Systematische Reflexion und Lernen
✔️ Und die Bereitschaft, aus den Ergebnissen zu lernen

Konzepte wie Theory of Change, Stakeholder-Mapping und Evaluierung mögen abstrakt erscheinen, aber sie sind von praktischem Wert und helfen uns, die Sichtbarkeit zu verbessern, das Lernen zu verstärken und langfristige Widerstandsfähigkeit aufzubauen. Gemeinsam mit der SNL bauen wir in ganz Europa eine effektivere, sichtbarere und zukunftsfähige Sozialwirtschaft auf. 

„Karibu Kenya“ – Ein Monat an der Co-operative University of Kenya

„Herzlich willkommen in Kenia“, so hieß es im Januar 2025 häufig für Julia Beideck, als sie im Rahmen ihrer Promotion einen einmonatigen Forschungsaufenthalt an der Co-operative University of Kenya (CUK) in Nairobi absolvierte. Ermöglicht wurde dieser durch ein erfolgreich eingeworbenes Forschungsstipendium für Doktorandinnen und Doktoranden des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst). 

Während ihres Aufenthalts forschte Julia Beideck zu Kunsthandwerksgenossenschaften, erhob u.a. Daten, tauschte sich mit Wissenschaftler:innen der CUK und lokalen Genossenschaftsxpert:innen aus, nahm an Doktorandenkursen der CUK teil und bekam auf diese Weise wertvolle Einblicke in das kenianische Genossenschaftswesen. 

„Die Zeit in Kenia war eine wunderbare und sehr bereichernde Erfahrung – sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus privater Perspektive. Der Austausch an der CUK und die Datenerhebung bei einer Kunsthandwerksgenossenschaft haben mein (internationales) Genossenschaftsverständnis erweitert und neue Impulse für meine Dissertation gegeben. Insbesondere aber haben mich die Menschen mit ihrer Lebensfreude, ihrer Offenheit und ihrer Herzlichkeit tief beeindruckt.“ so Julia Beideck.

Wir freuen uns mit Julia Beideck über diesen erfolgreichen Forschungsaufenthalt und danken dem DAAD für die Förderung der internationalen Forschungszusammenarbeit.

Fortführung der Veranstaltungsreihe „Anders wirtschaften – solidarische Sorgepraxis der Miteinanderfreiheit in Miteinanderverantwortung“ im Sommersemester 2025

Das Seminar für Genossenschaftswesen bietet mit Unterstützung der gemeinnützigen Stiftung der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Köln im Studium Integrale für Hörer*innen aller Fakultäten jeweils im Wintersemester und im Sommersemester eine spannende Veranstaltung zum Themenkreis Gemeinwirtschaft, Genossenschaft, Gemeinwohlökonomie an.

Im kommenden Sommersemester 2025 wird in diesem Rahmen die Veranstaltung „Genossenschafts-Gründungen erlernen: nachhaltige innovative Geschäftsmodelle in verschiedenen Handlungsfeldern“ stattfinden, die vom Team am Seminar für Genossenschaftswesen unter federführender Leitung von Prof. (em.) Dr. Frank Schulz-Nieswandt gehalten wird. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

 

 

Archiv 2024

Das ASSETS-Projekt ist gestartet!

Wir freuen uns, die Highlights des Kick-Off Meetings (KOM) für ASSETS, ein Projekt zur Förderung der Sozialwirtschaft durch technologische Lösungen, vorstellen zu können!

Das KOM fand am 10. und 11. Dezember 2024 in Thessaloniki statt und brachte die Projektpartner:innen zusammen, um den Grundstein für innovative Maßnahmen zu legen, die darauf abzielen, die soziale Inklusion voranzutreiben, die Qualität der Arbeitsplätze zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten zu fördern.  

Das ASSETS-Projekt legt den Schwerpunkt auf:

  • Forschung: Vertiefung der Herausforderungen und Möglichkeiten für Organisationen der Sozialwirtschaft zur Förderung integrativer und hochwertiger Arbeitsplätze.
  • Innovation: Entwicklung von Instrumenten wie Bewertungsplattformen und KI-gesteuerten Lösungen, die darauf zugeschnitten sind, die Wirkung des Sektors zu verbessern.
  • Kollaboration: Einrichtung von Living Labs und Einbindung verschiedener Interessengruppen, um gemeinsam umsetzbare Strategien für die Sozialwirtschaft zu entwickeln.

Diese Reise hat gerade erst begonnen, und wir laden dazu ein, auf dem Laufenden zu bleiben, während wir gemeinsam die Zukunft der sozialen und wirtschaftlichen Teilhabe gestalten. 

 

Mitgliederversammlung des FgF am 14. November 2024

Auf Einladung unseres langjährigen erweiterten Vorstandsmitglieds Werner Nußbaum fand die Mitgliederversammlung in diesem Jahr im Nachbarschaftshaus der DIE EHRENFELDER Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG statt.

Als Gastgeber der gut besuchten Versammlung begrüßte Herr Nußbaum mit einem kurzen Vortrag zur Geschichte der Ehrenfelder Wohnungsgenossenschaft, die in 2024 bereits ihr 125-jähriges Jubiläum feiern konnte, skizzierte die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in der Wohnungswirtschaft und erläuterte geplante Gegenmaßnahmen.

Der Tradition der Verbindung von Wissenschaft und Praxis des Kölner SfG folgend, wurde der Praxisvortrag zu Beginn durch einen Beitrag aus der Wissenschaft am Ende der Sitzung ergänzt. In diesem Jahr referierte Julia Beideck, Stipendiatin des FgF, über „Kulturgenossenschaften als Instrument zur Gestaltung kultureller Infrastruktur“.

Neben den ausführlichen Berichten über die laufenden Forschungsprojekte am SfG standen Neu- und Wiederwahlen des geschäftsführenden und erweiterten Vorstandes im Zentrum der Versammlung. Der stellvertretende Vorsitzende Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt und Schatzmeister Thomas Mende wurden für eine weitere Amtszeit gewählt. Als neue Mitglieder des erweiterten Vorstandes wählte die Mitgliederversammlung Dr. Sebastian Reichardt, der als Vorstandsmitglied der Pax-Bank eG den Posten von Hans-Bernd Kloth übernimmt, und Sira Müller als Nachfolgerin von Herrn Nußbaum. Herr Nußbaum wird nach 15 Jahren im Vorstand der Ehrenfelder Wohnungsgenossenschaft und neun Jahren im erweiterten Vorstand des FgF zum Jahresende in den Ruhestand gehen. Seine feierliche Verabschiedung bildete den Schlusspunkt der Versammlung. Wir bedanken uns für sein langjähriges Engagement und freuen uns, dass Herr Nußbaum dem Verein weiterhin als persönliches Mitglied verbunden bleibt.

Für den gemeinsamen Ausklang des Abends lud Herr Nußbaum zu einem Umtrunk mit Imbiss ein.

Wichtige Informationen zu BA-, MA- und Promotionsbetreuung durch Prof. (em.) Dr. Schulz-Nieswandt

Frank Schulz-Nieswandt ist zum 31.07.2024 emeritiert worden.

Aktuelle Fristen für Promotionsbetreuungen finden Sie hier. 

Aktuelle Fristen für Bachelor- und Masterbetreuungen finden Sie hier. 

Aktuelle Lehraufträge von Prof. (em.) Dr. Schulz-Nieswandt

1. Im WiSe lehrt Frank Schulz-Nieswandt zum Thema Gemeinwirtschaften und Genossenschaften als heterodoxe Formen des Wirtschaftens (gemischte Form von Vorlesung/Seminar)

2. Im WiSe lehrt er für den MA Gender- und Queer-Studies (auch offen für Gasthörer*innen und Senior*innenstudium) „Rechtsphilosophie und Ethik der Wirtschafts- und Sozialordnung der Bundesrepublik Deutschland)

3. Im SoSe lehrt Frank Schulz-Nieswandt und sein Team im Studium Integrale zu Wirtschafts-, Sozial- und Kultur-Genossenschaften in exemplarischer Weise und mit der Perspektive auf praktische Entwicklungen im Sozialraum (Seminar)

Beginn der Veranstaltungsreihe „Anders wirtschaften – solidarische Sorgepraxis der Miteinanderfreiheit in Miteinanderverantwortung“ im Wintersemester 2024/2025

Das Seminar für Genossenschaftswesen bietet mit Unterstützung der gemeinnützigen Stiftung der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Köln im Studium Integrale für Hörer*innen aller Fakultäten jeweils im Wintersemester und im Sommersemester eine spannende Veranstaltung zum Themenkreis Gemeinwirtschaft, Genossenschaft, Gemeinwohlökonomie an.

Beginnen wird die Veranstaltungsreihe im kommenden Wintersemester 2024/2025 mit der Veranstaltung „Gemeinwirtschaftliche Genossenschaft als Form heterodoxen Wirtschaftens“, die von Prof. (em.) Dr. Frank Schulz-Nieswandt gehalten wird. Weitere Informationen zur konkreten Veranstaltung finden Sie hier.

Lebenslagen und Gemeinwohl - Festschrift für Frank Schulz-Nieswandt

Anlässlich der Emeritierung von Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt wurde am 28. Juni 2024 in lockerer Atmosphäre gefeiert und auf die gemeinsame Zeit u.a. an der Wirtschaft- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät zurückgeblickt. Um sein vielfältiges Wirken zu würdigen und ihm für seine fachliche sowie menschliche Unterstützung zu danken, wurde ihm in diesem Rahmen die Festschrift „Lebenslagen und Gemeinwohl“ feierlich überreicht.

Die Festschrift bietet kurze Originalbeiträge zur Sozialpolitik und dem Genossenschaftswesen sowie vielen weiteren Themen, die theoretische und aktuelle Fragen der Gesellschaftspolitik beleuchten. Die Themen spiegeln in ihrer Vielfalt das vom Jubilar in den vergangenen Jahrzehnten bearbeitete Spektrum und führen eine Tradition Kölner Sozialpolitik- und Genossenschaftsforschung fort. In den 37 Beiträgen kommen neben akademischen Schüler:innen Schulz-Nieswandts auch weitere Weggefährt:innen aus Wissenschaft und Praxis zu Wort.

Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt wird auch weiterhin das Seminar für Genossenschaftswesen als geschäftsführender Direktor leiten.

1. Kölner Stammtisch zum Genossenschaftswesen: "Nachhaltigkeit von Genossenschaftsbanken"

Am 12. Juni 2024 fand in den Räumlichkeiten der Trink-Genossin eG – Kölns erster und einziger genossenschaftlichen Gaststätte – der 1. Kölner Stammtisch zum Genossenschaftswesen statt. In informeller Atmosphäre wurde ein Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis organisiert, bei dem es um das Thema „Nachhaltigkeit von Genossenschaftsbanken“ ging.

Einen inhaltlichen Input zur Diskussion gab es von Philipp Thimm, der Ergebnisse über ein abgeschlossenes Forschungsprojekt zur Thematik präsentierte und außerdem eine Fallstudie über die Pax-Bank eG vorstellte, die er gemeinsam mit Dr. Johannes Blome-Drees in der Zeitschrift für Gemeinwirtschaft und Gemeinwohl veröffentlicht hat.

Emeritus Status für Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt

© Patric Fouad

Am 10. Juni 2024 hielt Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt seine Abschiedsvorlesung “Wissen oder Erkenntnis? – Die öffentliche Aufgabe der Universität im Lichte neukantianischer Wissenschaftslehre, juridischer Substanz und kritischer Theorie“.

Weitere Informationen und ein Interview zu seiner Zeit an der WiSo finden sich im Newsletter des Dekans.

Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt wird das Seminar für Genossenschaftswesen weiter als geschäftsführender Direktor leiten.

Genossenschaftsrechtstag

Am 06. Und 07. Juni 2024 nahmen Dr. Johannes Blome-Drees und Philipp Thimm am ersten deutschen Genossenschaftsrechtstag in Halle (Saale) teil. Thematisch ging es vor allem um grundlegende juristische Fragen zur Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft und um aktuelle Herausforderungen des Genossenschaftsrechts. Außerdem wurde Prof. Dr. Volker Beuthien für sein langjähriges Wirken für das Genossenschaftsrecht geehrt.

Dr. Johannes Blome-Drees ordnete vor Ort in einem etwa 30-minuten andauernden Kommentar zum Vortrag von Prof. Dr. Winfried Kluth die Bedeutung von Infrastrukturgenossenschaften für die Kölner Genossenschaftswissenschaft ein.

1. Kölner Stammtisch zum Genossenschaftswesen

© Sergei Belov

Teilnahme:
Die Teilnahme ist kostenlos. Aufgrund der räumlichen Kapazitäten ist die Teilnehmer:innenzahl auf 20 beschränkt. Wir bitten um vorherige Anmeldung bei Simon Micken (mickenSpamProtectionwiso.uni-koeln.de).

Der Kölner Stammtisch zum Genossenschaftswesen bringt Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen aus dem Genossenschaftswesen zusammen. Die informelle Atmosphäre der Trink Genossin, Kölns erster und einziger genossenschaftlichen Gaststätte, lädt zu einem offenen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis ein. Zu jedem Termin wird es kurze Impulsvorträge zu ausgewählten Themen aus dem Seminar für Genossenschaftswesen der Universität zu Köln geben sowie aus der genossenschaftlichen Praxis. Aufbauend auf diesen Vorträgen, sollen der aktuelle Stand sowie die Entwicklungspotenziale des Genossenschaftswesens erörtert werden.

Ort: Trink Genossin, Subbelrather Str. 254, 50825 Köln

Datum und Zeit

Thema 
12.06.2024 um 17:00 Nachhaltigkeit von Genossenschaftsbanken – Quo vadis?

 

15. Internationales NPO-Colloquium

Am 04. und 05. April 2024 nahm das Team des SfG am 15. Internationalen NPO-Colloquium teil, das dieses Jahr in Frankfurt unter dem Titel "NPO im Wandel - Gestaltungsmöglichkeiten in Zeiten des Umbruchs" stattfand. Im Fokus standen Gestaltungsmuster und -möglichkeiten von Non Profit Organisationen unter dynamischen und widersprüchlichen Umweltbedingungen bei besonderer Berücksichtigung zivilgesellschaftlicher Handlungs- und Koodinationsmechanismen.

Julia Beideck stellte ihre Ergebnisse zu Kulturgenossenschaften als Akteure des Dritten Sektors vor. Philipp Thimm und Johannes Blome-Drees präsentierten zum Verhältnis von Infrastrukturgenossenschaften und Daseinsvorsorge am Beispiel der Dorfgenossenschaft Wombach eG. Simon Micken und Joschka Moldenhauer sprachen über Schnittmengen des Genossenschafts- und Commoning-Diskurses am Beispiel empirischer Ergbenisse zu Seniorengenossenschaften.

Hier geht es zum Rückblick zum 15. Int. NPO-Colloquium 2024 in Frankfurt am Main.

 

Mit Ende des SoSe 2024: Abschaltung der Sozialpolitik Homepage

Mit dem Ende des Sommersemesters 2024 wird der Lehrstuhl "Sozialpolitik und Methoden der qualitativen Sozialforschung" aufgrund der Emeritierung von Prof. Schulz-Nieswandt aufgelöst. Dies hat auch Auswirkungen auf die Homepage. Diese wird in den nächsten Monaten nach und nach aufgelöst. Zentrale Informationen finden sich dann noch auf der Hompage des Seminars für Genosseschaftswesens.

Aktuelle Informationen zu den Prüfungen "Sozialpolitik/ Genossenschaftswesen" finden Sie unter dem Punkt Lehre.