The Association for the Promotion of Cooperative Studies Research at the University of Cologne
Founded in 1955, the Association for the Promotion of Cooperative Studies Research at the University of Cologne (FgF) fosters a special connection between the University of Cologne’s Department of Cooperative Studies (SfG) and the practical operations of cooperatives, and provides substantial financial resources for research projects.
Cooperative studies are regarded as an applied discipline at the University of Cologne. The association serves as a bridge connecting theory and practice. The goal is not only to provide financial support but also to facilitate the exchange of ideas and experience.
Kooperation mit der VWA
Das Seminar für Genossenschaftswesen kooperiert mit der VWA Köln!
Das Seminar für Genossenschaftswesen ist eine längerfristige Partnerschaft mit der gemeinnützigen Stiftung der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Köln eingegangen.
Die Kooperation sieht die Förderung der Lehre im Studium Integrale vor. Das Angebot der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln erreicht so die Studierenden aller Fakultäten in der Bachelorausbildung. Die Veranstaltungen im Sommersemester wie im Wintersemester thematisieren vor allem genossenschaftliche oder genossenschaftsartige Modelle des demokratischen Wirtschaftens, betten diese Praxisentwicklungen wissenschaftlich zugleich in den größeren und komplexen Kontext von Gemeinwohlökonomie und Transformation, Nachhaltigkeit und Infrastruktur, Sozialraum und kommunaler Daseinsvorsorge sowie Ethik und trägerpluralistischer Gemeinwirtschaft ein.
Mit diesen Lehrangeboten, die sich innovativen Formaten der Lehre zwischen Wissenschaft und Praxis öffnen, und die auch offen sein sollen für Gasthörer*innen und für das Kölner Senior*innenstudium, trägt das Team des Seminars für Genossenschaftswesen im Department Soziologie und Sozialpsychologie dazu bei, einerseits den gemeinnützigen Bildungsauftrag der VWA Köln zu stärken, andererseits auch zu dem wachsenden Engagement der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät in den Themenfeldern der Ethik und der Nachhaltigkeit beizutragen.
Wir freuen uns über diese Kooperation, in der es engagiert um wichtige Fragen des sozialen Wandels geht, der auch werteorientiert in die »richtige Richtung« gebahnt werden soll.
Kooperation mit Darmstadt
Kooperation des Seminars mit der Hochschule Darmstadt!
Seit Anfang Juni besteht eine langfristig angelegte Kooperation zwischen dem Seminar für Genossenschaftswesen der Universität zu Köln und der Hochschule Darmstadt
Beide Teams stehen in einem gemeinsamen Austauschprozess zur Entwicklung einer kollaborativen Kooperationskultur. Ansprechpartner sind für uns dort u. a . Prof. Dr. Friederike Edel und Prof. Dr. Werner Stor. Beide lehren und forschen im Studiengang Public Management (B.Sc.) an der Hochschule Darmstadt (h_da) und arbeiten eng in interdisziplinären Projekten zusammen.
Die Kollaboration soll sich unter dem Leitgedanken „Robust Society in Turbulent Times – Public Management meets Cooperative Approaches“ entfalten. Ziel sind (1) gemeinsame, transdisziplinäre und partizipative Lehr- und Forschungsformate zur Rolle von Genossenschaften in der Region und im Sozialraum und (2) eine stärkere Verankerung genossenschaftlicher Forschung und Lehre an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Unsere Kooperationspartner in Darmstadt teilt unserer Vision: Genossenschaften zählen zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO; ihre Prinzipien der Selbstverantwortung, Selbstorganisation, Selbstverwaltung und Solidarität sind in nahezu allen Wirtschaftsbereichen präsent, und gelten als wichtige Gelingensfaktoren für transformative Prozesse in Wirtschaft und Gesellschaft.
Gemeinsame Themenschwerpunkte
Der gemeinsame Themenüberblick umfasst bislang folgende acht Felder: die genossenschaftlich organisierte Daseinsvorsorge in transformativen Prozessen; Kommunale Netzwerke zur föderalen Steuerung unter Finanzdruck; das Verhältnis von Verwaltung und Politik, in dem Genossenschaften als „Dritte-Orte-Akteure“ auftreten; die „Vierte Mission“ der Hochschulen als zentraler Akteur regionaler Lern- und Entwicklungsgemeinschaften; das Design transformativer Genossenschaften über die Integration transformativen Lernens in Governance und Usancen; die Neugierforschung und ihre konzeptionelle Berücksichtigung für die regionale und soziale Entwicklung; der Förderauftrag genossenschaftlich-gewerblicher Organisationen zur Aktivierung regionaler Ressourcen; sowie die strategische Kommunikation gemeinwohlorientierter Unternehmen.
Gemeinsame Lehre im kommenden Wintersemester – Was macht Darmstadt?
Im Master zur Energiewirtschaft entsteht das Wahlpflichtmodul Energiegenossenschaften im Wandel: Geschäftsmodelle, Gelingensfaktoren und Transformationsdruck (Prof. Dr. Kopsch, Prof. Dr. Hooß und Dr. Schuster), das Bürgerenergie ökonomisch, rechtlich und governancebezogen analysiert und um ein Praxisprojekt mit einer Kommune ergänzt wird. Und WING- und PuMa-Studierende werden Projekte zur demokratischen Meinungsbildung und Entscheidungsfindung in transformativen Genossenschaften bearbeiten. In beiden Modulen sind Kölner Inputs vorgesehen – über eine Exkursion, online Workshops und Gastvorträge in Darmstadt; umgekehrt bringen sich Darmstädter Kolleginnen und Kollegen im Wintersemester in das Kölner Studium Generale ein.
Gemeinsame Forschungsvorhaben
Zu allen oben genannten Themenschwerpunkten sind gemeinsame Forschungsvorhaben geplant, zwei davon wurden bereits ausformuliert und in entsprechende Anträge eingebracht.
(1) Als ein auf drei Jahre geplantes Verbundvorhaben DOING TWINNING_PuMa_Geno (Antragstellerin h_da, Projektleitung Prof. Dr. Edel, zusammen mit Prof. Dr. Stork und Prof. em. Dr. Schulz Nieswandt, eingereicht beim BMFTR) untersucht, wie soziokratische Verfahrens- und genossenschaftliche Organisationsprinzipien zu kollaborativer Governance in der kommunalen Daseinsvorsorge beitragen können – mit der KGSt und mehrere Kommunen aus unserem Partnernetzwerk als Praxispartner.
Falls der Antrag kein Erfolg hat, werden wir einen DFG-Antrag in dieser oder auch in einer thematisch etwas anders gelagerten Richtung anvisieren.
(2) Und als eine 12 bis 18-monatige explorative Studie Primärgenossenschaften als Trigger-Akteure der Demokratie (Antrag bei der DZ BANK Stiftung), die zwei kontrastierende Regionstypen vertieft: Junge Gründungen in der Kölner Metropolregion und etablierte Kredit- und Wohnungsgenossenschaften im Kreis Görlitz.
Der Antrag ist im Vorstand der DZ BANK Stiftung am 23.89.2026 bewilligt worden.
Ergänzend läuft im Rahmen der Kooperation bereits ein erstes vielversprechendes kooperatives Promotionsvorhaben, und allgemein gilt, dass gerade für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die Kooperation attraktive Anknüpfungspunkte bietet.
Gemeinsame Publikationen
Für die Neuauflage des Handbuchs Genossenschaftswesen (Springer VS) sind drei Darmstädter Beiträge in Arbeit: zur Bedeutung von Genossenschaften für resiliente und neugierige Verantwortungsgesellschaften, zum neu konzipierten genossenschaftlichen Bildungsauftrag von HAWs in der Region, sowie zum synergetisch-systemischen Managementansatz im Konzept des Förderauftrags. Ergänzend sind bereits weitere Beiträge in der Zeitschrift für Gemeinwirtschaft und Gemeinwohl sowie zu einem Sammelband in Vorbereitung.